Vital Messtechnik

Zur Behandlung oder auch Überwachung von bestimmten Krankheiten muss niemand ständig in die Arztpraxis. Viele Vital Funktionen lassen sich bequem von zu Hause aus oder sogar unterwegs messen. Gesunde und kranke Menschen können diese Selbstkontrolle recht einfach mit den Messgeräten wie Fieberthermometer oder Blutdruckmessgerät durchführen. Besonders profitieren davon zum Beispiel DiabetikerInnen, die ihren Blutzucker messen müssen, Bluthochdruck- oder FieberpatientInnen. Auch in der Krankenpflege daheim hilft die Vital-Messtechnik bei der Versorgung. Was es rund um die Messgeräte für zu Hause zu wissen gilt, verraten wir hier.


Für welche Kundengruppen ist Vital Messtechnik wichtig?

Vital Messtechnik ist für jeden relevant und hat bereits den Weg in den häuslichen Alltag gefunden. Denn nicht nur Menschen mit Vorerkrankungen, sondern auch gesunde Menschen können jederzeit erkranken. Dann ist zum Beispiel ein gutes Fieberthermometer im Haus Gold wert. Privatpersonen jeglichen Alters, Pflegepersonal und MedizinerInnen nutzen verschiedene Messgeräte, um akute Werte zu messen, aber auch den Gesundheitszustand über einen längeren Zeitraum zu dokumentieren. Da im Alter das Risiko für Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes steigen und SeniorInnen ihre Vital Funktionen kontrollieren sollten, sind die Messgeräte hier besonders hilfreich. Damit die NutzerInnen mit der Bedienung gut zurechtkommen, sind die Produkte oft an die Zielgruppe angepasst. So gibt es Vital Messgeräte für Senioren oder Menschen mit Sehschwäche zum Beispiel einfach zu bedienende Modelle, die eine Sprachausgabe oder ein großes Display haben.

Welche verschiedenen Vital Messgeräte gibt es für den Hausgebrauch?

Bei den Vital-Messgeräten für den Privatgebrauch lassen sich folgende Typen unterscheiden:

  • Blutdruckmessgeräte
  • Mit Oberarm- oder Handgelenksmanschette, vollautomatisch oder zur Messung mit dem Stethoskop

  • Blutzuckermessgeräte
  • Invasiv, nicht-invasive oder permanente Messmethode

  • Elektro-Stimulationsgeräte
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) oder elektrische Muskelstimulation (EMS)

  • Fieberthermometer
  • Digital oder analog, klassische Messung oder Touch-/Infrarotmessung

  • Pulsmessgeräte
  • Pulsuhr (mit Brustgurt oder am Handgelenk), Aktivitätstracker mit vielen Zusatzfunktionen, Pulsoximeter (per Fingersensor)

  • Stethoskope
  • Akustische, elektronische Stethoskope, Pädiatrie-, Kardiologie-, Schwestern-Stethoskope

Was müssen die BenutzerInnen von Vital Messtechnik darüber wissen?

Prinzipiell sollte jede/r BenutzerIn von Vitalwert Messgeräten wissen, dass diese nicht den Gang in die Arztpraxis ersetzen. Die Geräte sollten in Rücksprache mit dem/der Arzt/Ärztin ausgewählt und angewendet werden. Wenn auffällige Werte gemessen werden, sollte noch einmal gemessen werden und dann unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Bei der Auswahl sind auch persönliche Voraussetzungen oder Gewohnheiten mit zu berücksichtigen. Während des Gebrauchs sind unbedingt den Anweisungen in der Bedienungsanleitung Folge zu leisten, damit eine möglichst korrekte Messung stattfinden kann.

Die meisten medizinisch notwendigen Messgeräte können vom Arzt/der Ärztin rezeptiert und von der Krankenkasse bezahlt werden.

Viele Vitalwert Messgeräte müssen regelmäßig kalibriert oder gewartet werden.

Muss Vital Messtechnik regelmäßig gewartet werden?

Bestimmte medizinische Hilfsmittel sind regelmäßig technisch zu überprüfen. Das sichert die Zuverlässigkeit der Werte und verlängert die Lebensdauer der Geräte. Je nach Gerät schreiben Hersteller Kalibrierungen oder auch Wartungen in festgelegten Intervallen vor. Zum Beispiel ist bei Blutzuckermessgeräten eine Wartung nach spätestens zwei Jahren empfohlen.

Die Wartung können SpezialistInnen unter Umständen auch bei den PatientInnen zu Hause durchführen. In der professionellen Therapie oder Pflege gelten gesetzliche Vorschriften hinsichtlich der Wartung von Geräten. Eine Eichung erfolgt meist durch das Eichamt.

Gibt es Vital Messgeräte auf Rezept?

Messgeräte für Körperzustände und -funktionen können vom Arzt verordnet werden. Dies ist dann eine sogenannte Hilfsmittelverordnung. Mischrezepte mit Arzneimitteln sind nicht zulässig. Die meisten Messgeräte stehen im Hilfsmittelverzeichnis und können von der Krankenkasse übernommen werden. Zu beachten ist, dass die Apotheke oder das Sanitätshaus eine Hilfsmittelverordnung nur beliefern darf, wenn diesbezüglich ein Vertrag mit der Krankenkasse besteht.

Tipp: Für günstige Messgeräte wie etwa ein einfaches Fieberthermometer lohnt sich ein Rezept meist nicht, da die Zuzahlung mit fünf bis zehn Euro in etwa das Gleiche kostet. Ab 20 Euro ist der Antrag auf Zuzahlung rentabel.